Hand auf’s Herz: Landjugend rückt Reanimation ins Rampenlicht
Beim Spotlight in Thannhausen drehte sich alles um das Thema Wiederbelebung. Mit spannenden Einblicken aus Rettungsdienst, Notfall- und Intensivmedizin setzten wir einen weiteren Höhepunkt unseres Projekts „Hand auf’s Herz – Trau di & Druck mi“.
Am Donnerstag, dem 13. August 2026, durften wir rund 50 Besucherinnen und Besucher zu unserem Spotlight im Gemeindezentrum Thannhausen begrüßen. Einen Abend lang stand ein Thema im Mittelpunkt, bei dem im Ernstfall jede Minute zählt: die Reanimation.
In drei spannenden Vorträgen wurde die gesamte Rettungskette bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand beleuchtet – vom Absetzen des Notrufs über die präklinische notärztliche Versorgung bis hin zur weiteren Behandlung auf der Intensivstation. Peter Stevens von der Rettungsleitstelle Steiermark, Dr. med. univ. Michael Furtmüller sowie Univ. FA Dr. med. univ. Michael Eichinger, MSc, DESAIC, von der Klinischen Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin 1 des Universitätsklinikums Graz vermittelten ihr Wissen praxisnah und verständlich.
Die wichtigste Botschaft des Abends: Jede und jeder kann zum Lebensretter werden. Rasches Handeln, eine sofort begonnene Herzdruckmassage und der frühe Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators (AED) können im Ernstfall entscheidend sein.
Das Spotlight bildete einen weiteren Höhepunkt unseres Projekts „Hand auf’s Herz – Trau di & Druck mi“. Seit März 2026 beschäftigt sich unser sechsköpfiges Projektteam intensiv mit dem Thema Laienreanimation. Unser Ziel ist es, Wissen weiterzugeben, Berührungsängste abzubauen und vor allem jungen Menschen zu zeigen, dass Wiederbelebung keine Angst machen muss und jede helfende Hand zählt.
Ein wichtiger Bestandteil unseres Projekts sind die „Drück mich!“-Events. Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft für Notfallmedizin (AGN) und ihrer Initiative „Drück mich!“ waren wir bei verschiedenen Landjugendveranstaltungen unterwegs. Bei unseren Mitmachstationen konnten Besucherinnen und Besucher selbst Hand anlegen, die Herzdruckmassage an Reanimationsphantomen üben und den Umgang mit einem AED kennenlernen. So konnten wir im Rahmen unseres Projekts bereits fast 600 Personen praktisch schulen. Zusätzlich sammelten 276 Volksschulkinder aus zwei Volksschulen erste Erfahrungen mit Wiederbelebungsmaßnahmen.
Auch online möchten wir möglichst viele Menschen erreichen. Mit unserer Social-Media-Kampagne informieren wir laufend über Reanimation, räumen Unsicherheiten aus dem Weg und möchten zum Helfen motivieren. Unsere bisherigen Beiträge, Storys und Reels konnten dabei bereits über 130.000 Aufrufe erzielen.
Ein weiteres großes Ziel liegt uns besonders am Herzen: Wir möchten einen eigenen AED für die Landjugend Bezirk Weiz anschaffen. Dieser soll künftig bei unseren Bezirksveranstaltungen mitgeführt werden und im Ernstfall sofort zur Verfügung stehen. Einen Teil der Finanzierung konnten wir bereits sichern, für die vollständige Anschaffung freuen wir uns weiterhin über Sponsoren und Unterstützer, die dieses wichtige Vorhaben gemeinsam mit uns möglich machen möchten.
„Unser Ziel ist es, den Menschen nicht nur zu erklären, wie wichtig Reanimation ist, sondern ihnen auch die Möglichkeit zu geben, sie selbst auszuprobieren. Wer einmal gedrückt und einen Defibrillator angewendet hat, fühlt sich im Ernstfall hoffentlich sicherer und traut sich eher, wirklich zu helfen.“
– Projektleiter Klemens Heinz
Ein herzliches Dankeschön gilt unseren Vortragenden, unseren Projektpartnern, allen Unterstützerinnen und Unterstützern sowie natürlich allen Besucherinnen und Besuchern unseres Spotlights. Gemeinsam möchten wir weiterhin Bewusstsein schaffen, Wissen vermitteln und möglichst viele Menschen dazu ermutigen, im Ernstfall nicht wegzuschauen, sondern zu handeln.
Denn jede helfende Hand kann Leben retten. ❤️